17. Juli 2024
Ist die Entwicklung einer Software nach dem Forschungszulagengesetz förderfähig?
Die Entwicklung einer Software kann nach dem Forschungszulagengesetz (FZLG) förderfähig sein. Allerdings ist dies ein komplexer Prozess, der eine genaue Abgrenzung erfordert.
Grundsätzlich können Software-Entwicklungsprojekte, die echte Forschungs- und Entwicklungsarbeit beinhalten, gefördert werden. Dies umfasst innovative Lösungen und technologische Fortschritte, die über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen.
Nicht förderfähig sind jedoch Software-Entwicklungen, die sich auf Standardanwendungen oder den Support bereits existierender Systeme beschränken. Diese Tätigkeiten gelten als Routineentwicklungen und nicht als Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Sinne des FZLG.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass eine genaue Prüfung und Dokumentation der Projektinhalte notwendig ist, um die Förderfähigkeit zu bestimmen.
Bei innoscripta haben wir bereits zahlreiche Projekte erfolgreich bewilligt bekommen und verfügen daher über umfassende Erfahrung und Expertise in diesem Bereich. Lassen Sie sich von uns beraten, um Ihre Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen.
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31. Aug. 2026
Forschungszulage für Gesundheits- und Pharmaforschung in Deutschland
Eine moderne Infrastruktur, akademische Möglichkeiten sowie die Zusammenarbeit zwischen Industrie und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen verschaffen Deutschland eine herausragende Stellung als führender Standort in der pharmazeutischen Forschung. Neben der infrastrukturellen Ausstattung profitiert das deutsche Innovationsökosystem von finanziellen Fördermaßnahmen – wie etwa der Forschungszulage –, die darauf abzielen, Forschung und Entwicklung (FuE) branchenübergreifend zu stärken.Die Forschungszulage bietet der Gesundheits- und Pharmabranche – ebenso wie anderen Wirtschaftszweigen – eine attraktive Möglichkeit, finanzielle Unterstützung in Form von Steuergutschriften oder direkten Auszahlungen zu erhalten und so Innovationen voranzutreiben. Dank zahlreicher qualifizierter Projekte hat sich diese Zulage zu einem gefragten Finanzierungsinstrument für Innovationen und FuE-Aktivitäten entwickelt; dazu gehören unter anderem die Entwicklung neuer Therapien, die Verbesserung von Behandlungsergebnissen sowie die Integration moderner Technologien wie KI in digitale Gesundheitsanwendungen.Obwohl die Forschungszulage einen breiten, technologieneutralen Anwendungsbereich über alle Branchen hinweg abdeckt, unterliegen Projekte im Gesundheits- und Pharmasektor spezifischen regulatorischen Anforderungen, um für eine erfolgreiche Antragstellung und die damit verbundene finanzielle Förderung infrage zu kommen.Forschungszulage für die Gesundheits- und PharmaforschungDie Gesundheitsforschung in Deutschland deckt ein breites Spektrum ab – von der Grundlagenforschung zu Krankheitsmechanismen bis hin zur angewandten Forschung und experimentellen Entwicklung im Bereich neuer Diagnostika und Therapien. Im pharmazeutischen Sektor umfasst die bedeutende Forschung unter anderem die Entwicklung neuer Impfstoffe, Arzneimittel und digitaler Gesundheitsinnovationen. Da sich diese Forschungsbereiche rasch weiterentwickeln, hängt die Förderfähigkeit im Rahmen der Forschungszulage davon ab, inwieweit die Projektmerkmale mit den im Forschungszulagengesetz (FZulG) definierten Anforderungen an Forschung und Entwicklung (FuE) übereinstimmen.Für die Forschungszulage förderfähige ForschungsaktivitätenKernaktivitäten in Forschung und Entwicklung (FuE): Die Forschungszulage fördert systematische Forschungs- und experimentelle Entwicklungsarbeiten, die darauf abzielen, die medizinische Wissenschaft voranzubringen oder neuartige Gesundheitstechnologien zu entwickeln. Zu den förderfähigen Bereichen gehören:Pharmazeutische Forschung: Erforschung neuer Arzneimittelformulierungen, Verabreichungssysteme (Drug-Delivery-Mechanismen) und Impfstoffe sowie die Durchführung klinischer Studien (Phasen 0 bis IIIa).Entwicklung von Medizinprodukten: Entwicklung neuartiger Hardware, fortschrittlicher Biomaterialien oder komplexer Sensorsysteme (einschließlich aller Risikoklassen bis zum Beginn der abschließenden Konformitätsbewertungsverfahren).In-vitro-Diagnostik (IVD): Entwicklung neuartiger diagnostischer Marker, Assay-Technologien oder Testkits bis zur Phase der abschließenden Leistungsbewertung.Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Entwicklung der Kernsoftwarearchitektur, spezifischer Funktionalitäten oder algorithmischer Verfahren für digitale Therapieanwendungen.Klinische Forschung: Durchführung spezialisierter, von Forschenden geleiteter Studien oder experimenteller Validierungsprotokolle zum Nachweis der Wirksamkeit eines neuen Therapiekonzepts (ausgenommen sind Standardmaßnahmen der routinemäßigen Patientenversorgung).Künstliche Intelligenz in der medizinischen Forschung und TechnologieWie in vielen anderen Bereichen kommt KI auch in der modernen medizinischen Forschung und Entwicklung breitflächig zum Einsatz. Zahlreiche Forschungsprojekte konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Algorithmen, die das Gesundheitswesen auf vielfältige Weise unterstützen.Zu den Anwendungsbereichen von KI in diesem Feld gehören unter anderem:Prävention: KI-Lösungen können bei der Erstellung personalisierter Gesundheitspläne helfen, die durch die Analyse von Gesundheitsdaten des Patienten dazu beitragen, das Krankheitsrisiko zu senken.Diagnose: KI wird in der Medizintechnik – etwa bei CT- und MRT-Untersuchungen sowie Röntgenaufnahmen – eingesetzt, um medizinisches Fachpersonal dabei zu unterstützen, Krankheiten bereits in einem frühen Stadium präziser zu erkennen.Behandlung: Auch bei chirurgischen Eingriffen kommen KI und Robotik zum Einsatz, wodurch Behandlungen sicherer und effektiver gestaltet werden.Projekte, die auf die Entwicklung neuer KI-Lösungen für klinische Anwendungen und neue Medizintechnik abzielen, können für die Forschungszulage infrage kommen, sofern sie alle festgelegten Kriterien erfüllen.Forschungsaktivitäten, die nicht für die Forschungszulage infrage kommenTrotz des erweiterten Berechtigungsumfangs sind bestimmte Aktivitäten im Bereich der Gesundheits- und Pharmaforschung ausgeschlossen und erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Erhalt der Forschungszulage. Zu diesen Aktivitäten gehören:Verwaltungs- und ZulassungsverfahrenBeratungstätigkeiten: Jegliche Art von Beratungstätigkeit – einschließlich rechtlicher oder verfahrensbezogener Beratung – berechtigt nicht zur Inanspruchnahme der Forschungszulage, selbst wenn sie im Zusammenhang mit F&E-Projekten steht.Medizinische Routineleistungen: Routinemäßige Behandlungen und Diagnosen auf der Grundlage vorhandenen medizinischen Wissens – auch im Rahmen einer Gesundheitsinitiative – berechtigen nicht zur Forschungszulage.Aktivitäten im Zusammenhang mit Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika (IVD)Medizinprodukte: Medizinprodukte werden in vier Risikoklassen (Klassen I, IIa, IIb, III) eingeteilt. Bei Medizinprodukten der Klassen I bis IIb wird im Rahmen der Entwicklung eine klinische Bewertung durchgeführt, um Sicherheit und Wirksamkeit nachzuweisen. Diese klinische Bewertung ist Bestandteil der technischen Dokumentation und dient insbesondere der Konformitätsbewertung bzw. Zulassung des Produkts. Da hierbei im Wesentlichen bereits vorhandene Daten zusammengestellt, analysiert und bewertet werden und die Tätigkeit primär regulatorischen Zwecken dient, gelten diese Aktivitäten nach dem Prüfleitfaden der BSFZ grundsätzlich nicht als bescheinigungsfähige FuE-Tätigkeiten. In-vitro-Diagnostika: Bei IVD erfolgt gegen Ende der Entwicklung eine Leistungsbewertung. Diese ist Bestandteil der technischen Dokumentation und dient dem Nachweis der wissenschaftlichen Validität sowie der analytischen und klinischen Leistung des Produkts im Rahmen der regulatorischen Anforderungen. Nach dem Prüfleitfaden der BSFZ wird diese Leistungsbewertung analog zur klinischen Bewertung bei Medizinprodukten der Klassen I bis IIb betrachtet und ist grundsätzlich nicht bescheinigungsfähig, sofern ihr alleiniger Zweck in der Zulassung bzw. Konformitätsbewertung liegt. FazitDie Forschungszulage schafft einen starken Anreiz für die Gesundheits- und Pharmaforschung in Deutschland, indem sie die finanzielle Förderung mit der langfristigen Innovationsstrategie des Landes verknüpft. Für Unternehmen – insbesondere solche, die in der frühen Phase der Arzneimittelentwicklung, bei Innovationen in der Medizintechnik oder bei transformativen digitalen Lösungen im Gesundheitswesen tätig sind – bietet die Forschungszulage eine hervorragende Gelegenheit, die Kostenbelastung zu senken. Dies geschieht auf der Basis förderfähiger F&E-Ausgaben durch die Inanspruchnahme von Steuergutschriften oder direkten Auszahlungen.Um diesen finanziellen Anreiz optimal zu nutzen, sollten Unternehmen Aktivitäten anstreben, die einen echten wissenschaftlichen Fortschritt, die Entwicklung neuer technologischer Lösungen, ein gewisses Maß an Ungewissheit sowie das systematische Streben nach neuen Erkenntnissen beinhalten. Routineprozesse und administrative Abläufe sind von der Liste der förderfähigen Forschungsaktivitäten ausgeschlossen und berechtigen nicht zum Erhalt der Forschungszulage.Für eine erfolgreiche Beantragung und Bewilligung der Forschungszulage müssen Unternehmen genau verstehen, welche Tätigkeiten als F&E gelten und die vorgegebenen Richtlinien einhalten.Kontaktieren Sie innoscripta noch heute, um die Förderfähigkeit Ihres Projekts zu prüfen und Ihre Steuergutschriften aus der Forschungszulage zu maximieren.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutsche Forschungszulage die F&E-Aktivitäten im Gesundheits- und Pharmasektor maßgeblich stärkt; sie belohnt Innovationen und wissenschaftlichen Fortschritt und setzt dabei auf klare, verbindliche Standards bei der Zertifizierung.
07. Sept. 2026
Forschungszulage für die deutsche Automobilindustrie
Die Automobilindustrie ist einer der Sektoren, die seit Jahrzehnten maßgeblich zum Wachstum der deutschen Wirtschaft beitragen. Sie schafft Wertschöpfung durch die Beschäftigung von mehr als 800.000 Menschen bei verschiedenen Fahrzeugherstellern, erwirtschaftet Umsätze in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro und nimmt eine führende Position im internationalen Handel ein. Zudem entfallen allein auf die Automobilindustrie rund 30 % der gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben der deutschen Unternehmenslandschaft.Innovationen sowie Forschung und Entwicklung (FuE) in diesem Sektor sind geprägt durch eine enge Vernetzung zwischen technischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen – wie etwa den Fraunhofer-Instituten –, die sich auf die Entwicklung neuer Technologien in diesem Bereich konzentrieren. Forschung und Innovation beschränken sich dabei nicht nur auf die weltweit bekannten Automobilmarken; das Ökosystem umfasst auch die OEMs (Original Equipment Manufacturers) sowie die Zulieferer der verschiedenen Stufen: Tier-1-Zulieferer komplexer Fahrzeugkomponenten, Tier-2-Hersteller von Normteilen und Tier-3-Lieferanten von Rohstoffen.Die herausragende Stellung der deutschen Automobilindustrie ist insbesondere durch das Ziel geprägt, Premium-Fahrzeuge zu fertigen. Technologische Innovationen bilden dabei einen zentralen Bestandteil der Aktivitäten im Vorfeld jeder Markteinführung.Herausforderungen für die Automobilindustrie in den Bereichen Innovation sowie Forschung und Entwicklung (F&E)Angesichts disruptiver Entwicklungen in der Automobilproduktion und bei Innovationen steht die Branche vor einem tiefgreifenden Wandel. Der Fokus auf nachhaltige und emissionsfreie Mobilität verändert den internationalen Wettbewerb – sowohl hinsichtlich der F&E als auch bei der Komponentenfertigung und den Lieferketten. Herkömmliche Stärken wie reine Ingenieurskunst und Fertigungskapazitäten reichen nicht mehr aus, um eine internationale Spitzenposition zu behaupten.Zu den zentralen Herausforderungen, die die Branche neu definieren, zählen der steigende Kostendruck, strenge Umweltauflagen, hohe technologische Anforderungen sowie geopolitische Unsicherheiten und Risiken in der Lieferkette.Herausforderungen beim Zugang zur ForschungszulageDas 2020 eingeführte Forschungszulagengesetz bietet Unternehmen, die F&E-Aktivitäten aufnehmen, einen steuerlichen Anreiz zur Stärkung von Innovation und Forschung. Trotz weiter gefasster Anspruchsvoraussetzungen und eines weniger bürokratischen Antragsverfahrens gibt es für Forschungsprojekte in der Automobilbranche einige Hürden bei der erfolgreichen Beantragung der Forschungszulage.Zu den häufigen Hindernissen gehören:1. Komplexität der AntragstellungSich ein fundiertes Verständnis der Forschungszulage, der Anspruchsvoraussetzungen sowie der erforderlichen Dokumentation von F&E-Aktivitäten zu verschaffen, ist für Teams, die sich auf die eigentliche Forschungsarbeit konzentrieren, ein aufwendiger und komplexer Schritt.2. Mangelndes BewusstseinEs besteht die Möglichkeit, dass Unternehmen mit vielversprechenden Forschungsprojekten – insbesondere kleinere Betriebe – nichts von der Forschungszulage wissen oder nicht erkennen, dass sie für deren Inanspruchnahme infrage kommen. Dies kann dazu führen, dass Forschungsarbeiten und Kosten nicht hinreichend präzise dokumentiert werden; eine genaue Dokumentation ist jedoch entscheidend, falls sich das Unternehmen später doch für die Beantragung der Forschungszulage entscheidet.3. Kommunikationslücke zwischen technischem Team und FörderantragBei den meisten Forschungsprojekten konzentriert sich das technische Team ausschließlich auf die eigentliche Forschungsarbeit; die Beantragung von Fördermitteln gehört in der Regel nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Für einen erfolgreichen Antrag auf Forschungszulage ist die Einbindung des technischen Teams jedoch unerlässlich, da eine klare Beschreibung der technischen Komplexität der Forschungsarbeit erforderlich ist. Mangelt es hier an der Abstimmung zwischen den internen Teams, kann dies zu einem unpräzisen Antragsentwurf führen.Beispiele für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die für die Forschungszulage in Frage kommenEinige Beispiele für Forschungsarbeiten, die für die Beantragung der Forschungszulage in Frage kommen bzw. nicht in Frage kommen, sind:SchwerpunktbereichFörderfähiger F&E-UmfangStandard-Engineering (nicht förderfähig)E-MobilitätEntwicklung neuartiger Architekturen für das Thermomanagement oder derIntegrationen von Leistungselektronik.Routinemäßige Skalierung oder Optimierung der Montage bestehender Batteriesysteme.Autonomes FahrenEntwicklung prädiktiver Sensorfusionsalgorithmen oder neuartiger LiDAR-Kalibrierungsverfahren unter extremen Bedingungen.Implementierung oder Kalibrierung handelsüblicher ADAS-Softwarekomponenten.Nachhaltiges DesignMaterialwissenschaftliche Forschung zur Erreichung von Strukturleichtbau mit bislang unerprobten Verbundwerkstoffen.Geometrische Neugestaltung unter Verwendung von Standard-Automobilstahl aus ästhetischen Gründen.Vernetzte SystemeEntwicklung proprietärer V2X-Kommunikationsprotokolle mit geringer Latenz oder Sicherheitsarchitekturen für Over-the-Air-(OTA)-Updates.Routinemäßiges UI/UX-Design oder Integration standardmäßiger Infotainment-Funktionen.FazitDie deutsche Automobilindustrie durchläuft einen Wandel von beispiellosem Ausmaß. Angesichts sich wandelnder Marktbedingungen und des verstärkten Fokus auf nachhaltige, emissionsfreie Mobilität erfordert der Weg in die Zukunft Spitzeninnovationen, strategische Investitionen und eine starke staatliche Unterstützung.Die Forschungszulage spielt bei diesem Transformationsprozess eine entscheidende Rolle; sie ist ein strategisches Instrument, das gezielt darauf ausgelegt ist, die deutsche Ingenieurskompetenz zu sichern und weiter auszubauen. Automobilunternehmen sollten die Zulage nicht lediglich als routinemäßige Aufgabe zum Jahresabschluss betrachten, sondern als zentralen Hebel, um Risiken bei F&E-Vorhaben zu minimieren und diese erfolgreich zu skalieren.Setzen Sie sich noch heute mit innoscripta in Verbindung, um Ihre technischen Entwicklungsprozesse optimal auf die strengen Anforderungen der Antragstellung abzustimmen und sicherzustellen, dass Ihre F&E-Projekte die volle finanzielle Förderung erhalten, die ihnen zusteht.
